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Cyma Forma RND Synth — Elektronische Ideenmaschine mit vier Layern, acht Engines und einer Taste für alles
RND Synth ist ein Synthesizer mit genau einer Taste. Mehr gibt es nicht. Drückst du sie, entstehen bis zu vier Instrumente, jeweils aus einer von acht Synthese-Engines und mit einer eigenen euklidischen Sequenz. Drückst du noch einmal, wird alles ersetzt: neue Sounds, neue Sequenzen, neue Einstellungen – und das Vorherige ist weg. RND einfach nur minimalistisch zu nennen, greift deshalb etwas kurz. Cyma Forma hat fast alles entfernt, was man normalerweise zur Bedienung eines Synthesizers erwartet. Übrig bleibt im Grunde nur eine Entscheidung: Gefällt dir, was gerade passiert ist – oder nicht?
Das Schöne daran: Zufall bedeutet hier nicht einfach Chaos. RND arbeitet innerhalb einer von 20 wählbaren Skalen, behält den gewählten Grundton beim nächsten Tastendruck bei und erzeugt kleine komplette Arrangements statt einzelner, zusammenhangloser Sounds. Die Engines reichen von subtraktiver Synthese, FM und Acid über Speech, Karplus-Strong und Supersaw bis zu additiver Synthese und Noise. Dabei kann sich mit jeder neuen Generation nicht nur die Zahl der aktiven Instrumente ändern, sondern auch, ob eine Stimme mono- oder vierstimmig polyphon arbeitet. Insgesamt gibt es 4.294.967.296 mögliche Seeds – ohne Recall-Funktion ist diese Zahl allerdings nebensächlich. Etwas Großartiges erwischt? Aufnehmen. Sonst: Taste drücken und weiter geht’s.
Ganz sich selbst überlassen musst du RND allerdings nicht. Über MIDI kannst du einzelne Instrumente übernehmen, während die übrigen Sequenzen weiterlaufen, eine Stimme solo spielen oder gleich alle vier selbst kontrollieren. In letzterem Fall lässt sich die Taste sogar darauf beschränken, nur noch die Klangfarben zufällig neu zu erzeugen. Die generierten Sequenzen können außerdem externes MIDI-Equipment ansteuern, während über USB vier separate Audiospuren vor dem Reverb ausgegeben werden. Unter einer der kompromisslosesten Minimaloberflächen, die uns bislang begegnet sind, steckt also ein erstaunlich vielseitiges kleines System. Mit ALT hat Cyma Forma bereits ein ziemlich ungewöhnliches Instrument gebaut; RND treibt diese Freude an eigenwilligen Ideen noch ein gutes Stück weiter. Seltsam, radikal und ziemlich schön.
Features:
- Zufalls-Synthesizer mit nur einer Taste
- Bis zu vier gleichzeitig aktive Instrumente pro Generation
- Vier unabhängige euklidische Sequenzen
- Acht Synthese-Engines: subtraktiv, FM, Acid, Noise, Speech, Karplus-Strong, Supersaw und additiv
- 20 wählbare Skalen
- Wählbarer Grundton bleibt zwischen den Generationen erhalten
- 4.294.967.296 mögliche Zufalls-Seeds
- Instrumente können mono- oder vierstimmig polyphon sein
- MIDI-Unterstützung für Note, Velocity, Pitchbend und Aftertouch
- Neun MIDI-Modi für globale Steuerung, Einzelsteuerung und Solo-Betrieb
- Einzelne Tracks lassen sich manuell spielen, während die übrigen Sequenzen weiterlaufen
- Vierkanal-MIDI-Ausgang für die generierten Sequenzen
- Vierkanal-MIDI-Eingang über USB-C und TRS MIDI Type A
- Vier separate Audiospuren über USB-C, jeweils vor dem Reverb
- Stereo-Mix-Ausgang nach dem Reverb
- Lautstärke und Reverb pro Track über MIDI steuerbar
- MIDI-Clock-Eingang
- Analoger Sync-Eingang und -Ausgang
- Stromversorgung über USB-C, 5 V / 1 A
- Zusammenarbeit von Cyma Forma und Bambounou