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Netto: 315,13 €
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| HE | 3 |
| TE | 12 |
| Tiefe | 30 |
| +12V | 67 |
| –12V | 68 |
Catalyst Audio MIG Thruster — Röhrenrauschen aus dem Kalten Krieg. Ein spielbarer analoger Turbulenzgenerator mit CV, Feedback und ordentlich Dreck
Catalyst Audios MIG Thruster ist eine komplett analoge, spannungsgesteuerte Rauschquelle für Eurorack, aufgebaut rund um die 1J24b — eine sowjetische Subminiatur-Pentode, die ursprünglich für Mikojan-Gurewitsch-Kampfjets des Kalten Krieges gefertigt wurde. Statt sauberem, gesichtslosem Rauschen bekommst du hier eine Rauschquelle mit Charakter. Und zwar mit leicht unberechenbarem. Die Röhre sitzt mitten in der Schaltung und erledigt dort die eigentliche Arbeit. Sie ist also nicht einfach dekorativ ans Ende des Signalwegs geschraubt — was du hörst, ist die Röhre selbst, wie sie sich auf nützliche Weise danebenbenimmt.
Die Hauptregler — Mixture, Throttle und Pressure — lassen sich absichtlich nur schwer in klassische Synth-Begriffe übersetzen. Sie klingen eher nach kleinem Triebwerk als nach Standard-Modul. Catalyst sagt selbst ganz offen, dass diese Controls nicht direkt bekannten Modulparametern entsprechen. Sie verschieben interne Röhrenzustände und Bias-Spannungen, greifen stark ineinander und wollen vor allem mit den Ohren gelernt werden: drehen, hören, weiterdrehen. Low Cut ist ein 12 dB High-Pass, der den Charakter des Rauschens beim Filtern mitformt, statt nur untenrum aufzuräumen. Der Resonance-Regler kann diese Klangfarbe ziemlich deutlich in Bewegung bringen. Ein Range-Schalter wechselt zwischen verschiedenen Rauschvarianten — je nach Stellung der übrigen Regler mal subtil, mal ziemlich drastisch.
Throttle, Pressure und Low Cut haben jeweils einen CV-Eingang mit Attenuverter, wodurch sich das Ganze wunderbar per Modulation animieren lässt. Die Kehrseite dieses großen Bereichs: Man kann den MIG Thruster auch in die Stille drehen. Wenn Pressure oder Resonance weit genug geschoben werden, hört er einfach auf. Kein Fehler, nur Teil des Terrains; ein kleiner Sweep am Res-Regler bringt das Rauschen meistens wieder zurück. Stark als rohe Noise-Quelle, als dreckige Schicht unter Drums oder als störrisches Signal, das andere Module in Bewegung bringt. Eine ungewöhnliche und sehr eigenständige Klangquelle.
Features:
- Komplett analoge, spannungsgesteuerte Röhren-Rauschquelle
- Aufgebaut rund um die 1J24b NOS (New Old Stock) Soviet Subminiature Pentode
- Röhre sitzt im Kern der Schaltung, nicht nur am Ausgang
- Mixture-, Throttle-, Pressure- und Low-Cut-Regler
- Low Cut: 12 dB High-Pass, der auch den Rauschcharakter formt
- Resonance-Regler für den Low-Cut-Filter
- Range-Schalter für verschiedene Rauschvarianten
- Interne Feedback-Pfade
- CV-Eingänge mit Attenuvertern für Throttle, Pressure und Low Cut
- Ein Main Output