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349,00 €
Netto: 293,28 €
Bestellt
| HE | 3 |
| TE | 6 |
| Tiefe | 34 |
| +12V | 150 |
| –12V | 20 |
Einzigartig, unendlich tief und wunderschön — die rekonfigurierbare FPGA-Plattform/Multitool von apf.audio fürs Eurorack. Ein Open-Source-Formwandler für die wirklich Neugierigen!
Tiliqua — was genau ist das eigentlich? Es einfach „Modul" zu nennen, wird dem Ganzen nicht gerecht. Hier handelt es sich um eine vollständig rekonfigurierbare, FPGA-basierte Audio-Plattform fürs Eurorack. Was Tiliqua in einem bestimmten Moment ist, hängt komplett davon ab, welchen Bitstream du gerade lädst — stell dir das wie völlig unterschiedliche Hardware-Konfigurationen vor. Ein 8-stimmiger polyphoner Synthesizer. Ein 4-Kanal-Oszilloskop. Eine USB-2.0-High-Speed-Soundkarte. Ein Multi-Harmonic-Oszillator. Ein Chiptune-Emulator. Ein Diffusion Reverb. All das sind fertige Programme, zwischen denen du im laufenden Betrieb wechseln kannst: Encoder drehen, die Hardware verdrahtet sich neu, die Ausgänge werden während des Übergangs sanft stummgeschaltet — und du bist in einer völlig anderen Welt. Kein Computer nötig.
Falls dich das vom Grundgedanken her an so etwas wie die Disting-Module von Expert Sleepers erinnert — verschiedene Algorithmen, ein Gehäuse — liegst du nicht falsch. Aber der Vergleich trägt nur bedingt. Während ein mikrocontrollerbasiertes Modul Software auf fester Hardware ausführt, konfiguriert Tiliqua buchstäblich seine Logikgatter für jedes Programm neu. Genau das macht ein FPGA, und es eröffnet Möglichkeiten, die mit herkömmlichen Prozessoren schlicht nicht machbar sind: extremes Oversampling für aliasfreie Audio-Rate-Modulation, Videosynthese synchron zu deinem Audio, latenzarme Effektverarbeitung und USB-Audio mit 480 Mbit/s. Obendrein verfügen alle acht DC-gekoppelten Audiokanäle (4 rein, 4 raus, 192 kHz) über berührungsempfindliche Buchsen mit Steckerkennung und zweifarbigen LEDs — selbst die Buchsen können hier mehr, als man erwarten würde!
Alles aufzuschreiben, was Tiliqua kann, würde ein ganzes Buch füllen — und der entscheidende Punkt ist, dass die Möglichkeiten stetig wachsen. Es ist eine vollständig quelloffene Entwicklungsplattform — Hardware, Gateware, alles — aufgebaut auf Python-basiertem DSP-Design mit Amaranth HDL. Wenn du FPGA-Entwickler bist, ist das dein Spielplatz. Wenn nicht, macht allein die Sammlung der mitgelieferten Bitstreams („Programme/Konfigurationen") Tiliqua zu einem der vielseitigsten Module, die du in ein Rack schrauben kannst. Neue Designs lassen sich bequem über einen Webbrowser per WebUSB flashen, mit anderen teilen — oder du nutzt einfach, was da ist, und lässt die Community und den Entwickler die Bibliothek immer weiter ausbauen.
Die Anschlussmöglichkeiten gehen weit über das hinaus, was man von 6 TE erwarten würde. Neben den acht Audiobuchsen gibt es High-Speed-USB (Host- oder Device-Modus), einen optoisolierten TRS-A-MIDI-Eingang, digitalen Videoausgang bis 720p, einen Drehencoder mit LED-Balkenanzeige sowie zwei PMOD-Erweiterungsanschlüsse, mit denen sich das System auf bis zu 24 simultane Audiokanäle ausbauen lässt. Dank des modularen Hardwaredesigns kannst du sogar den FPGA-Kern herausnehmen — ein winziges System-on-Module im M.2-Formfaktor namens SoldierCrab — und in eigene Projekte einbauen. Ein ziemlich radikaler Ansatz. Für die visuelle Seite bietet apf.audio außerdem den Tiliqua Screen an — ein rundes 4-Zoll-IPS-Display, das direkt daneben im Rack Platz findet. Zusammen ergeben die beiden ein beeindruckendes Gespann und erschließen Tiliquas Videosynthese- und Visualisierungsfähigkeiten, ganz ohne externen Monitor.
Tiliqua ist ein tiefgründiges Instrument für alle, die sich darauf einlassen wollen — und ein vielseitiges Multitool für alle, die lieber einfach einstecken und entdecken. Etwas Vergleichbares gibt es da draußen schlicht nicht!
Features:
- FPGA-basierte, rekonfigurierbare Audio-Plattform — Lattice ECP5 mit 25K LUTs
- 8 DC-gekoppelte Multifunktionsbuchsen (4 rein / 4 raus), 192 kHz Abtastrate, ±9 V Eingang / ±8 V Ausgang
- Berührungsempfindliche Buchsen mit Steckerkennung und zweifarbigen LEDs auf allen Kanälen
- Wechsel zwischen 8 Bitstreams im laufenden Betrieb per Drehencoder — kein Computer nötig
- Soft-Mute an allen Ausgängen während Bitstream-Übergängen
- Wird mit fertigen Programmen ausgeliefert: polyphoner Synth, Oszilloskop, USB-Soundkarte, Macro-Oszillator, Chiptune-Emulator, Diffusion Reverb und mehr
- High-Speed-USB 2.0 (480 Mbit/s) — Device- oder Host-Modus, funktioniert als USB-Audio-Interface oder USB-MIDI-Host
- Optoisolierter TRS-A-MIDI-Eingang
- Digitaler Videoausgang (GPDI) bis 1280 × 720p @ 60 Hz
- 32 MB PSRAM (bis zu 400 MB/s)
- 2× PMOD-Erweiterungsanschlüsse — erweiterbar auf 24 simultane Audiokanäle
- Herausnehmbares FPGA-SoM (SoldierCrab) im M.2-Formfaktor
- RP2040-basierter Onboard-Debugger mit USB-Zugang an der Frontplatte
- Bitstreams per WebUSB flashen und teilen — keine Toolchain erforderlich
- Ab Werk kalibriert auf < 5 mV DC-Genauigkeit
- Vollständig quelloffene Hardware und Gateware — eigene DSP-Designs in Python entwickeln (Amaranth HDL)