Whimsical Raps - Atrium
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Whimsical Raps Atrium — Eine fremdartige, fünfstimmige analoge Traummaschine für Touch, Akkorde, Gesten und wunderschön schräge Feedback-Welten
Das Atrium ist das erste Standalone-Instrument von Whimsical Raps — denselben Köpfen, die hinter der Mannequins-Eurorack-Linie stehen: Mangrove, Three Sisters, Cold Mac, Just Friends, W/ und Silhouette. Diese Vorgeschichte spielt eine Rolle, denn das Atrium fühlt sich nicht wie ein gewöhnlicher Polysynth mit ein paar experimentellen Ideen an, sondern eher wie ein Jahrzehnt modularen Denkens, das sich in einem faszinierenden, eigenständigen Desktop-Instrument entfaltet hat. Fünf analoge Stimmen, kapazitive Touchflächen, mechanische Keyswitches, Gestenaufnahme, tiefgreifendes internes Mapping und eine resonante Spectre-Sektion treffen hier in einem Format aufeinander, das ganz klar seiner eigenen Logik folgt.
Das Interface ist ungewöhnlich — aber genau das macht einen großen Teil des Reizes aus. Das Atrium hat ein gebürstetes Aluminiumpanel mit asymmetrischer, eingekerbter Form, leuchtende, mattierte Touchflächen, kleine weiße Tasten, schwarze Slider, ein strahlenförmiges Phase-Wheel in der Mitte und einen Torbogen, der über die Spectre-Sektion gezeichnet ist. Es wirkt modern, eigenwillig, handgemacht und ein wenig zeremoniell — fast wie ein noch unentdecktes Artefakt aus einer fremden Welt. Wichtiger noch: Es lädt zu einer ganz anderen Art des Spielens ein — Gleiten, Strummen, Kreisen, Drücken, Aufzeichnen und das Umformen von Gesten werden Teil des Instrumentenverhaltens.
Jede der fünf Stimmen hat einen analogen Oszillator mit Waveshaping, drei Klangfarben-Modi und ein eigenes Lowpass Gate. Die Klangfarben-Modi reichen von Sub-Oktaven und Noise über FM bis zur Formant-Synthese — letztere bringt klar erkennbar etwas Mangrove-DNA in einen polyphonen Kontext. Die Lowpass Gates arbeiten wahlweise als Kombination aus Amp und Filter, als reine Filter oder als resonante Filter. Die polytimbrale Struktur des Atrium erlaubt es, dass jede Stimme ihre eigene Klangfarbe, Artikulation und ihr eigenes Modulationsverhalten bekommt. Genau hier entfernt sich das Instrument von herkömmlicher Polyphonie: Die fünf Stimmen können sich wie verwandte Teile eines kleinen Ensembles verhalten — und nicht wie bloße Kopien ein und desselben Patches.
Die Spectre-Sektion verleiht dem Atrium seinen inneren Resonanzkörper: drei analoge Bandpass-Filter und zwei BBD-Delays in einem Feedback-Netzwerk, geformt direkt vom Panel aus und belebt durch den Lens-Sequencer. Drumherum liegt die tiefere Systemebene — fünf Gesten-Recorder, freies Modulations-Mapping, polyphone LFOs, loopbare Hüllkurven, Timing-Offsets, Clock-Verhältnisse, CV, MIDI und USB. Es kann Drones erzeugen, strummen, schimmern, singen, wobbeln, Akkorde zu seltsamen Clustern falten und aus wenigen Berührungen kleine, sich selbst bewegende Ökosysteme aufbauen.
Ein ganz besonderes Instrument: Das Atrium lässt die üblichen Kategorien zu kurz greifen — und genau das ist der Punkt. Es ist sehr eigenwillig, sehr schön und absolut sein eigenes Ding.
Features:
- Fünf analoge Oszillatoren mit Waveshaping
- Polytimbrale Stimmstruktur mit unabhängiger Klangfarbe, Artikulation und unabhängigem Modulationsverhalten pro Stimme
- Drei Klangfarben-Modi: Sub-Oktaven + Noise, Frequenzmodulation und Formant-Synthese
- Fünf Lowpass Gates mit den Modi Amp + Filter, Filter und Resonanzfilter
- Spectre-Sektion mit drei analogen Bandpass-Filtern und zwei BBD-Delays in einem Feedback-Netzwerk
- Lens-Sequencer zum Speichern und Durchlaufen spektraler Snapshots
- Kapazitive Multi-Touch-Flächen für Noten, Strumming, spektrale Steuerung und Gesten
- Mechanische Keyswitches für haptisches Spiel und Systemsteuerung
- Fünf Gesten-Recorder zum Aufnehmen und Wiedergeben physischer Interaktion
- Freies Modulations-Mapping mit stufenloser Tiefe und Polarität
- Polyphoner LFO mit Phasen-Offsets zwischen den Stimmen
- Loopbare Hüllkurven mit Timing-Stretch pro Stimme
- Clock mit Tap-Tempo, Divisions und Multiplications
- Fünf interne Patch-Slots mit Software-Companion zur Patch-Verwaltung
- MIDI über USB-C, USB-A-Host und 3,5 mm TRS
- Drei CV-Eingänge
- Stereo-Ausgang über 3,5 mm mit Optionen für Dual Mono, Kopfhörer/Stereo-TRS und Mono-Mix
- Stromversorgung über USB-C
- Gehäuse aus Polycarbonat und Aluminium mit beleuchteten kapazitiven Touchflächen
- Abmessungen: 286 × 222 × 48 mm
- Gewicht: 1,06 kg