TATO - Aline
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Tato Audio Aline — Sequencer mit 16 Layern, 11 Engines, Group Routing und Zielen pro Layer. Modulares Denken für Sequencing, MIDI und CV
Aline ist ein Step-Sequencer mit 16 Layern vom brasilianischen Hersteller Tato Audio. Jeder Layer enthält eine Sequenz. Gebaut werden diese Sequenzen mit sogenannten Engines — elf Stück insgesamt, aufgeteilt in sieben parametrische und vier imperative Engines. Die imperativen Engines sind die direkten, hands-on Werkzeuge: Du setzt Trigger und stellst Noten, Velocities und Längen unmittelbar ein. Parametrische Engines erzeugen dagegen aus wenigen Parameterwerten eine Sequenz. Ein paar Encoder-Drehungen reichen für einen euklidischen Rhythmus, eine Akkordfolge oder eine monophone Melodie. Du wählst eine Engine, arbeitest damit, wechselst zu einer anderen und bearbeitest denselben Layer weiter. Tato vergleicht das mit Photoshop-Werkzeugen, und das Bild passt ziemlich gut: Ein Tool skizziert, ein anderes verfeinert, und du wechselst so lange hin und her, bis die Sequenz sitzt.
Die Engines decken dabei erstaunlich viel ab. Play nimmt auf, was du einspielst, Full Grid und TD3 sind für präzise Step-by-Step-Bearbeitung da — TD3 mit einem 303-artigen Workflow. Arp, Euclidean, Line, CnR, Progress und Bank erzeugen Patterns aus Regeln: Arpeggios, Clave-Rhythmen, stimmgeführte Akkorde oder dichte Call-and-Response-Phrasen. Andere Engines greifen gleich auf die gesamte Sequenz zu und transponieren sie oder formen die Velocities über alle Steps hinweg neu.
Besonders spannend ist, wie die Layer miteinander interagieren. Mehrere Layer lassen sich zu einer Group zusammenfassen, deren Ausgänge zu einem gemeinsamen Stream kombiniert werden. Jeder Layer bekommt dabei ein eigenes Ziel: Einer setzt das Gate, ein anderer fügt Tonhöhen hinzu, ein weiterer steuert Velocity, Länge oder Transposition. So kann ein Layer einen Akkord halten, während ein zweiter ihn rhythmisch zerhackt und ein dritter das Ergebnis arpeggiert. Gib den Layern unterschiedliche Längen, und das Zusammenspiel beginnt zu driften und sich weiterzuentwickeln, statt immer nur denselben Loop abzuspulen. Das ist ein ziemlich interessantes, modulares Denken — nur eben auf Sequencing angewendet.
Auf der Rückseite gibt es zwei Kanäle für Pitch-, Gate- und Velocity-CV, Clock In/Out, TRS-MIDI und USB-C. Damit passt Aline genauso gut zu einem Eurorack-System wie zu externen Synthesizern. Aline ist eine sehr leistungsfähige Schaltzentrale für Live-Setups, funktioniert aber ebenso gut als Skizzenwerkzeug für schnelle generative Sequenzen oder eng verzahnte, sauber arrangierte Parts.
Features:
- 16 unabhängige Layer (Sequencer), jeweils mit einer eigenen Sequenz
- 11 Engines: 7 parametrische und 4 imperative Engines
- Imperative Engines: Play, Full Grid, TD3, Drum
- Parametrische Engines: Euclidean, Arp, Line, CnR, Progress, Bank und weitere
- Layer lassen sich zu Groups kombinieren, mit Zielen pro Layer: Gate, Pitch Add, Velocity, Duration, Arp, Mask, Offset
- Variable Sequenzlängen pro Layer für Polyrhythmen und sich entwickelnde Patterns
- Skalensystem mit Scale Lock pro Layer
- Piano- und Grid-Ansicht für die Eingabe
- Pattern-Speicherung in Banks und Slots; Groups lassen sich zu einer einzelnen Sequenz einfrieren
- Zwei Kanäle mit Pitch-, Gate- und Velocity-CV-Ausgängen
- Clock I/O analog, 3,5 mm TRS-MIDI In/Out, USB-C für MIDI und Audio
- Ableton Live Control Surface zum Rendern von Groups als MIDI-Clips
- Clock-Quelle: intern, MIDI, USB, analog oder automatisch
- Firmware aktualisierbar