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Bode Barberpole Phaser SW 8101 von Synth-Werk — 9-Peak-Kammfilter-Phaser mit Infinity-Modi, Stereoausgängen, Insert-Loops & eingebautem Fuzz. Wer weiß, der weiß — legendäres Gerät!
Der Synth-Werk SW 8101 Bode Barberpole Phaser ist die Rekonstruktion einer der letzten Schöpfungen von Harald Bode — ein Phaser, der auf dem Prinzip des Infinity Phasing basiert. Grundlage ist die Shepard-Skala, eine psychoakustische Illusion endlos auf- oder absteigender Töne. Damit erzeugt dieses Gerät Klänge, die mit herkömmlichen Phasern schlicht nicht möglich sind. Resonanzspitzen gleiten nach oben oder unten, ohne jemals eine Ober- oder Untergrenze zu erreichen. Tief, immersiv, jenseitig. Synth-Werk hat das Gerät anhand von Bodes Originalarchiv rekonstruiert — Schaltpläne, Tagebucheinträge, Designnotizen — in Zusammenarbeit mit dem ZKM in Karlsruhe. Nur ein einziges Originalexemplar ist bekannt, im Besitz von Bodes Sohn Peer. Der SW 8101 ist die Version, die Harald Bode im Sinn hatte, aber nie kommerziell auf den Markt brachte — jetzt endlich zum Leben erweckt.
Auf dem Frontpanel findet sich ein Kammfilter mit wählbarer Peakanzahl (3 bis 9), mehrere Bewegungsmodi — klassisches Auf/Ab-Phasing, Infinite Up, Infinite Down und Freeze — sowie zwei LFOs für geschichtete Modulation. LFO-2 lässt sich gegen eine externe Steuerquelle austauschen, und eine eigene Fuzz-Schaltung fügt Obertöne hinzu, damit auch Signale, die für den Phaser sonst zu zahm wären, richtig gepackt werden. Stereoausgänge mit separaten Mix-Reglern, ein Feedback-Weg und eine Panning-Funktion runden die Frontseite ab. Auf der Rückseite: Send/Return-Buchsen sowohl für die Feedback-Schleife als auch für den Audiopfad. Das bedeutet, du kannst externe Prozessoren einschleifen — einen Bode Frequency Shifter, einen VCA, was auch immer dir einfällt — direkt in die Signalkette. Hier beginnt das, was Bode selbst als „Klangumformer" bezeichnete. Wenn du denkst, du kennst den Sound eines Phasers, musst du den Barberpole Phaser gehört haben, um die Möglichkeiten eines solchen „Klangumformers" wirklich zu begreifen.
Harald Bodes Beiträge zur elektronischen Musik sind gewaltig — von der Warbo Formant-Orgel 1937 bis hin zu den Konzepten modularer Synthese, die Moog und Buchla beeinflussten. Der Barberpole Phaser war sein letztes großes Statement, und genau so klingt er auch. Wuchtig, wirbelnd, psychedelisch und dabei präzise zu gleichen Teilen. Ein wirklich einzigartiges Gerät für alle, die ihre Klangbearbeitung ernst nehmen.
Features:
- Infinity Phasing (basierend auf der Shepard-Skala), sowohl aufsteigend als auch absteigend
- 9 Kammfilter-Phasenstufen mit wählbarer Peakanzahl (3–9)
- Bewegungsmodi: Up & Down, Infinite Up, Infinite Down, Freeze
- Width-Regler (Max/Med/Min) für den Up & Down-Modus
- Zwei interne LFOs mit Amount- und Rate-Reglern
- LFO-2 austauschbar über externen Control Input
- UP/DOWN- & FLIP-Modulation mit Auswahl zwischen Dreieck- und Rechteck-Wellenform
- Stereoausgang (Out A / Out B) mit separaten Mix A- und Mix B-Reglern
- Stereo-Panning-Funktion über LFO-1
- Feedback-Regler mit Send/Return-Schleife auf der Rückseite
- Zusätzlicher Audio Send/Return auf der Rückseite zum Einschleifen externer Prozessoren
- Eingebaute Fuzz-Schaltung mit gleichmäßiger harmonischer Verzerrung über einen Bereich von 60 dB
- V-Trigger-Eingang und -Ausgang auf der Rückseite
- Hi/Lo-Pegelschalter am Ausgang (+11,5 dBm / –8,5 dBm)
- Eingangspegelregler mit Übersteuerungs-LED-Anzeige
- Rekonstruiert aus Harald Bodes Originalarchiv in Zusammenarbeit mit dem ZKM Karlsruhe