4.300,00 €
Netto: 3.613,45 €
Auf Lager
Nonlinear Labs C15 ist das Resultat jahrelanger Arbeit an einer Vision, die in einem auf Spielbarkeit fokussierten Ausnahme-Synth gemündet ist
Das Team von Nonlinear Labs, der aktuellen Firma von Stephan Schmitt, der in den 90er Jahren Native Instruments gründete und mit Reaktor eine radikal modulare Software-Synthesizer-Plattform entwickelte, hat mit dem C15 einen absoluten Ausnahmesynthesizer abgeliefert.
Der C15 ist auf Spielbarkeit ausgelegt. Als dediziertes Echtzeit-Instrument bietet er eine hochauflösende dynamische Ansprache und weitreichende Eingriffsmöglichkeiten in den Sound.
Die digitale Synthese-Engine basiert auf Sinus-Oszillatoren mit Wave-Shaping und Phasenmodulation, einem Kammfilter, einem State Variable Filter, einer Feedback-Struktur und bis zu 10 Effekten. Damit erzeugt sie klare, organische und komplexe Klänge und verleiht dem C15 einen einzigartigen Charakter.
Hier noch einige weitere Eckdaten:
48-stimmig polyphon, bi-timbral, 61-key Edeltastatur TP/8S von Fatar, 8 Hardwarecontroller (4 Pedalanschlüsse, zwei lange Ribbons, Pitchbendstick und Aftertouch), die über 6 Macro Controls auf bis zu 185 Parameter wirken können, ein Editing Panel mit 96 Buttons zum möglichst direkten Zugriff auf alle Parameter, zwei Displays, unbegrenzte Erstellung von Presets und Bänken, eine zusätzliche grafische Benutzeroberfläche, die auf jedem WiFi-fähigen Gerät mit Browser geöffnet werden kann, ein interner Audio-Recorder, unbegrenztes Undo für alle Bedienvorgänge, polyphones Aftertouch über MIDI, Trafo-symmetrierte Klinken- und XLR-Ausgänge.
Der C15 kommt im Gegensatz zu vielen Neuerscheinungen auf dem Synthesizermarkt nicht mit der Neuauflage eines alten Konzepts daher, sondern wartet mit einer völlig eigenständigen Synthese-Engine auf, deren Signalkette mit keiner anderen Architektur vergleichbar ist.
Die Grundbausteine dieser Engine wirken auf den ersten Blick einfach: zwei Sinus-Oszillatoren mit Shapern, drei Hüllkurven, Kammfilter, ein State-Variable-Filter, Feedback Sektion und Effekte. Doch die Integration von Shapern, Kammfilter und Feedback lässt schon erahnen, dass es sich hier nicht um einen simplen subtraktiven Synthesizer handelt, was aber nicht ausschließt, ihn dennoch als solchen benutzen zu können.
Schauen wir uns die Engine nun mal etwas genauer an, um ihren besonderen Eigenschaften auf die Schliche zu kommen:
Oszillatoren:
Die primären Signalquellen des C15 sind zwei Oszillatoren, die reine Sinuswellen erzeugen, welche durch verschiedene Signale in ihrer Phase modulierbar sind: den eigenen Ausgang, den anderen Oszillator oder das Feedback-Signal. Phasenmodulation ist übrigens eng verwandt mit linearer FM. Es entstehen jede Menge harmonische oder auch inharmonische Teiltöne. Durch Selbstmodulation kann aus dem Sinus z.B. ein Sägezahn werden. Wenn beide Oszillatoren sich modulieren, wird das Spektrum oft komplex und metallisch.
Mit dem Fluctuation Parameter kann man ein unregelmäßiges Schwingen der Oszillatoren einstellen, das dem Signal eine flexible Noise-Komponente hinzufügt. Hinter jedem Oszillator sitzt ein Wave-Shaper, der mit den Parametern Drive, Fold und Asymmetry obertonreiche Wellenformen ermöglicht, u.a. auch West-Coast-Sounds à la Buchla. Auch ein Ringmodulator kann aktiviert werden. Mit diesen Oszillatoren allein lassen sich schon unglaublich ausdrucksvolle und außergewöhnliche Klänge erzeugen - auch wilde Dissonanzen - ohne die anderen Komponenten der Engine auch nur anzurühren.
Hüllkurven:
Es stehen drei sehr leistungsstarke ADBDSR-Hüllkurven zur Verfügung mit jeweils zwei Decay-Phasen und einem Breakpoint dazwischen, die deutlich komplexere Verläufe als herkömmliche Hüllkurven erlauben. Die Hüllkurven A und B sind den Oszillatoren A und B zugeordnet. Hüllkurve C lässt sich einer Vielzahl von Modulationszielen zuordnen und erlaubt auch negative Werte beim Einstellen der Breakpoint- und Sustain-Levels. Außerdem lässt sich Hüllkurve C loopen und fungiert dann als sehr flexibler polyphoner LFO.
Filter:
Du kannst die Oszillator-Signale wahlweise dem State Variable Filter oder dem Comb Filter zuführen. Die Ergebnisse sind extrem unterschiedlich! Der State Variable Filter ist ein sehr variabler Filter, zwischen Tiefpass, Bandpass und Hochpass überblendbar. Das Signal durchläuft zwei Filter mit je 12 dB Flankensteilheit. Diese können wahlweise seriell oder parallel liegen. Der Spread-Parameter bestimmt den Abstand der beiden Cutoff-Frequenzen. Der Comb Filter, das ultimative Physical Modelling Tool, katapultiert selbst die einfachsten Klicks in neue Sphären. Hiermit kannst du wunderschöne Resonanzen erzeugen und in den Bereich der Saiten- oder Blas-Instrumente vordringen.
Mixer:
Eine Besonderheit ist der Output Mixer, der die Signale von Oszillator A und B, Comb Filter und State Variable Filter zusammenführt. Die Signale aus den Filtern können also mit den ungefilterten Oszillator-Signalen beliebig gemischt werden. Abhängig von der Polarität erreicht man damit die Auslöschung oder Verstärkung bestimmter Frequenzen. Außerdem kann das Ausgangssignal des Comb Filters durch den State Variable Filter geführt werden.
Feedback:
Ein weiterer besonderer Baustein des C15 ist der Feedback Mixer. Hier kannst du die Ausgangs-Signale der Filter und Effekte zurückführen, als Quelle für die Phasenmodulation der Oszillatoren oder um die Filter in Selbstoszillation zu versetzen. Feedback birgt das Potential für unerwartete, komplexe Klänge, die sich organisch verhalten.
Effekte:
Am Ende der Signalkette steht eine ganze Reihe von Effekten zur Verfügung: Flanger (auch flexibel als Chorus und Phaser nutzbar), Cabinet (Amp-Distortion), Gap Filter, Echo (Stereo-Delay) und Reverb. Die Effektsektion überzeugt auf ganzer Linie sowohl als klangliches Sahnehäubchen (samtiger Chorus mit geschmackvoller Hallfahne) sowie als Werkzeug für wildeste Klangverbiegungen.
Bi-Timbralität:
Der C15 ist bi-timbral angelegt, d.h. alle Komponenten gibt es für zwei Parts. Bei Dual Sounds (Splits und Layers) teilen sich die beiden Parts die Gesamtstimmenzahl von 48 Stimmen, so dass jeder Part mit 24 Stimmen ausgestattet ist. Außerdem gibt es Möglichkeiten, Signale zwischen beiden Parts zu routen, was zum Beispiel eine 4-Operator FM oder die serielle Nutzung von zwei Effektketten ermöglicht.
Qualität und Nachhaltigkeit:
Nonlinear Labs versteht sich als nachhaltiger Hersteller hochwertiger Instrumente, die auf Langlebigkeit ausgelegt sind. Die Produktion findet in Berlin statt und setzt auf die Verwendung von Materialien und Komponenten, die größtenteils aus Deutschland und Europa stammen. Das Instrument und insbesondere seine Firmware wurde seit der Markteinführung im Jahr 2016 kontinuierlich weiterentwickelt.
Wer also nach einem Synthesizer mit extrem guter Spielbarkeit und zahlreichen Eingriffsmöglichkeiten im Live-Kontext sucht, mit einem schnellen Zugriff auf alle Parameter beim Sound Design und einem Potential für eigenständige und ungewöhnliche Klänge, trifft mit dem Nonlinear Labs C15 eine gute Wahl.
Der C15 wird mit einem passenden Flightcase geliefert. Dieses hochwertige Flightcase besteht aus Birkensperrholz und einer Verbundwabenstruktur. Die Kanten sind aus Aluminiumprofilen gefertigt und mit Rundecken versehen. Das Flightcase bietet Platz für den C15 und sämtliches Zubehör: MIDI-Bridge, Pedale, Netzteil.
Features:
- 2 Oszillatoren mit Sinuswellen und...
- Phasenmodulation
- Wavefolding
- State Variable Filter
- Comb Filter
- Feedback
- 61 Tasten Klaviatur mit Aftertouch
- Basis Gerät kann ohne Parameter-Panel verwendet werden
- Unendliche Undos
- 3 ADBDSR-Hüllkurven
- Effekte (Flanger, Cabinet Distortion, Gap Filter, Delay, Reverb)
- Output Mixer
- Feedback Mixer
- Bender für Pitch-Bending und Ähnliches
- 2 Ribbon Controller mit 800mm
- 4 Eingänge für Sustain Pedale
- WiFi Fähig
- USB-MIDI (MIDI Bridge für Host to Host Verbindungen, optional)