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Manifold Research Centre Antilope – Eine Pseudo-Percussion-Maschine aus gepingten Filtern, Pattern-Modulation und Doom-inspirierter Verzerrung. Eine einzigartige, mysteriöse Kiste, die sich jeder Konvention entzieht!
Die Antilope ist ein kurioses Instrument. Teil Drum Machine, Teil Dual-Filter, Teil Effektprozessor – und doch etwas völlig Eigenständiges. Manifold Research Centre nennt sie eine „Pseudo-Drum- und Dynamics-Maschine", und diese Beschreibung trifft es ziemlich genau: Sample-Playback oder traditionelle Synthese sucht man hier vergeblich. Stattdessen entstehen perkussive Klänge durch gepingte resonante Filter, geformt von Verzerrungsschaltungen nach dem Vorbild des Sunn O))) Beta Bass Verstärkers. Das Ganze wird über einen Pattern Recorder sequenziert, der morphbare Hüllkurven oder gestufte Spannungen ausgibt. Obendrein ist sie portabel und läuft über USB-C – eine ordentliche Powerbank reicht aus.
Die Filtersektion besteht aus zwei voll resonanten Schaltkreisen mit gemeinsamen Reglern für Cutoff, Resonanz und Spread. Dreht man sie in die Selbstoszillation, arbeiten sie als dualer VCO und tracken V/Oct über etwa vier Oktaven. Aber die Antilope erwacht erst so richtig zum Leben, wenn du diese Filter pingst. Der Resonanzregler wurde bewusst so gestaltet, dass du quasi-lineare Kontrolle über die Decay-Zeit hast. Kurze, knackige Hits oder lange, ausklingende Töne – alles möglich, ohne mit dem Interface zu kämpfen. Jeder Filter hat eigene Regler für Level, LP/HP-Crossfade und V/Oct-Attenuverter.
Von hier aus laufen die Signale in die Distortion-Sektion zusammen, die maßgeblich den rohen Charakter dieses Instruments prägt. Die Schaltung ist dem Sunn O))) Beta Bass nachempfunden: Ein Dreiband-EQ mit Betonung der unteren Mitten, Level- und Feedback-Regler, die beide als CV-steuerbare VCAs fungieren, sowie ein Schalter zur Bestimmung des Feedback-Pfads. In einer Stellung speist sich die Verzerrung in sich selbst zurück und treibt die Obertöne Richtung Selbstoszillation. In der anderen Stellung läuft das Signal erst durch die FX-Kette und kehrt dann zum Distortion-Eingang zurück – angewärmt und eingefärbt vom gewählten Algorithmus. Der Feedback-Pfad verwandelt die digitalen Effekte so in etwas deutlich Lebendigeres – je nachdem, wie hart du den Drive anfährst.
Die FX-Sektion basiert auf einem Spin FV-1 Chip und bietet sieben Stereo-Algorithmen: Delays (kurz, Multitap, Pitch-Shifting), Dual Ring Mod mit Chorus, Dual Chorus, Reverse Reverb und Plate Reverb. Drei Parameter pro Effekt, alle mit CV-Eingängen. Durch die analoge Feedback-Schleife sitzen diese Effekte nicht brav am Ende der Kette. Sie werden Teil des klanglichen Charakters und mischen sich zurück in den ganzen Dreck, den das Feedback erzeugt.
Die Antilope hat außerdem eine kuriose Sektion namens „The Core" – und hier unterscheidet sich dieses Gerät von allem anderen. Es handelt sich um einen Pattern Recorder für drei unabhängige Kanäle, jeweils mit eigenen CV- und Gate-Ausgängen auf der Frontplatte. Trigger-Events nimmst du über die Cherry MX Schalter auf. Dann kannst du jeden Kanal zwischen AD-Hüllkurvenmodus (mit morphbaren Formen von exponentiell bis logarithmisch, Geschwindigkeiten von 20 ms bis 8 Sekunden) oder Stepped-Voltage-Modus (liest Fader-Positionen als Sequenz) umschalten. Pro Kanal gibt es Regler für Phase, Shape und Clock-Multiplikation/-Division – so baust du aus einem einzigen aufgenommenen Pattern polyrhythmische Verhältnisse auf. Eine berührungsempfindliche Oberfläche ermöglicht Kreuzmodulation zwischen den Kanälen für ausdrucksstarke Variationen in sonst gleichmäßigen Loops. Das Video weiter unten sollte diese Sektion verständlicher machen – inklusive des Einsatzes von Magneten für mehr Unberechenbarkeit in deinen Patterns.
Externe Synchronisation erfolgt über MIDI Clock oder Eurorack-Clock-Eingang (Reset alle 4 Schritte). Sieben Pattern-Speicherplätze können deine Parameter aus „The Core" sichern. Eurorack-kompatible Spannungspegel durchgehend, Stereo-Line-Ein- und -Ausgänge auf der Rückseite, Kopfhörerausgang und Firmware-Updates via USB runden das Paket ab.
Die Antilope ist ein besonderes Instrument für alle, die sich von resonanter Perkussion, Feedback-Experimenten und einem wirklich einzigartigen Interface-Design angezogen fühlen.
Features:
- Zwei pingbare resonante Filter mit gemeinsamem Cutoff, Resonanz und Spread
- Unabhängiger LP/HP-Crossfade und V/Oct-Attenuverter pro Filter
- Selbstoszillationsfähig, V/Oct-Tracking über 4 Oktaven
- Resonanzregler für quasi-lineare Decay-Steuerung optimiert
- Distortion-Sektion nach Vorbild des Sunn O))) Beta Bass Verstärkers
- Dreiband-EQ mit Betonung der unteren Mitten
- CV-steuerbare Level- und Feedback-VCAs
- Umschaltbarer Feedback-Pfad: direkt oder durch die FX-Kette
- Spin FV-1 Digitaleffekte: Delays, Pitch Shifting, Ring Mod, Chorus, Reverbs
- Drei CV-steuerbare Parameter pro Effekt-Algorithmus
- Pattern Recorder mit 3 unabhängigen Kanälen
- CV- und Gate-Ausgänge pro Kanal
- Umschaltbar zwischen AD-Hüllkurve oder Stepped-Voltage-Modus pro Kanal
- Morphbare Hüllkurvenformen (exp/log-Kombinationen)
- Hüllkurven-Geschwindigkeit: 20 ms bis 8 Sekunden
- Phase-, Shape- und Mult/Div-Regler pro Kanal
- Berührungsoberfläche für Kreuzmodulation zwischen Kanälen
- 7 Pattern-Speicherplätze
- Cherry MX Trigger-Schalter
- MIDI-Clock- und Eurorack-Clock-Sync-Eingänge
- Eurorack-kompatible Spannungspegel (+10V/−10V)
- Stereo-Line-Level-Ein- und -Ausgang
- Kopfhörerausgang (bis 250 Ohm Impedanz)
- USB-C-Stromversorgung (2,4 A) – portabler Betrieb über Powerbank
- USB-Anschluss für Firmware-Updates