540,00 €
Netto: 453,78 €
Vorbestellung 1. April 2027
| HE | 3 |
| TE | 24 |
| Tiefe | 39 |
| +12V | 210 |
| –12V | 30 |
Isobar Industries Serratus — Ein extrem tiefgehender Stereo-Comb-Resonator mit morphenden Mutationen, frei verschaltbarem Feedback und sogar JPEG-Zerstörung für Audio
Serratus ist ein Stereo-Resonator und Soundprozessor, bei dem sich alles um Comb Filtering, Feedback und eine ziemlich umfangreiche Sammlung an Möglichkeiten dreht, dein Audiomaterial auseinanderzunehmen. Neun verschiedene Comb-Algorithmen reichen von sauber gestimmten Delays über Resonatoren auf Basis von Physical Modelling bis hin zu abstrakterer spektraler Bearbeitung. Dazu kommen neun Mutation-Algorithmen für Sättigung, Verzerrung und verschiedenste Formen digitaler Zerstörung – einer davon überträgt sogar JPEG-Kompression auf Audio. Ja, JPEG-Kompression. Schick einen Drum-Hit durch Serratus und daraus kann ein schepperndes, metallisches Objekt werden. Bei einem gehaltenen Klang lassen sich tonale Resonanzen herausarbeiten, Drones erzeugen oder das Feedback so weit treiben, bis das Ganze zunehmend aus den Fugen gerät. Zwischen den Comb- und Mutation-Algorithmen kannst du entweder schrittweise wechseln oder kontinuierlich morphen. So lassen sich die Übergänge zwischen den Algorithmen fließend gestalten, statt abrupt von einem zum nächsten zu springen.
Das Panel sieht entsprechend eigenwillig aus, mit Reglern namens Ebb, Flow, Rend, Bind, Etch, Melt und Leech. Hinter diesen etwas sonderbaren Bezeichnungen steckt allerdings ein durchaus nachvollziehbares System. Ebb und Flow bestimmen, womit und wie der Comb-Resonator schwingt, während Rend und Bind festlegen, wie stark und auf welche Weise die Mutation-Stufe eingreift. Pitch deckt zehn Oktaven ab, folgt 1 V/Okt. und kann alternativ Clock-Teilungen und -Multiplikationen folgen. Das Feedback arbeitet bipolar und reicht von invertiertem bis zu positivem Feedback. Orbit bringt Stereo-Cross-Feedback und Phasing in die Feedback-Schleife. Matter verändert das Abklingverhalten der Resonanzen – von dunkel und stark gedämpft bis hin zu einem helleren, härteren Klang.
Dazu kommen die Mutation-Stufe, Etch-Filtering und der Melt-Reverb. Jeder dieser Blöcke lässt sich unabhängig entweder vor dem Comb, innerhalb seiner Feedback-Schleife oder danach platzieren. Einen Resonator am Ausgang zu verzerren ist eine Sache. Diese Verzerrung immer wieder durch den Resonator zurück in die Feedback-Schleife zu schicken, eine ganz andere. Ähnlich drastisch wirkt es sich aus, Filter oder Reverb in den Loop zu setzen. Allein durch das Umordnen dieser Blöcke kann derselbe Ausgangsklang von relativ kontrolliert bis komplett zerlegt reichen.
Auch intern passiert einiges, damit das Ganze in Bewegung bleibt. Leech ist eine integrierte Modulations-Engine für die Macro-Parameter des Moduls: Drehst du nach links, entstehen schnelle, unregelmäßige Zufallsbewegungen; nach rechts wird die Modulation langsamer und wandernder. Ein Envelope Follower kann zusätzlich direkt aus dem Eingangssignal eine Modulationsquelle ableiten. Freeze nimmt den Buffer auf und loopt ihn, wodurch Scrubbing, Detuning, Drift und lang anhaltende Texturen möglich werden. Umfangreiche CV-Steuerung erlaubt es außerdem, viele Parameter von anderen Stellen im Rack aus zu modulieren.
Serratus ist zweifellos tiefgehend, seine Grundidee lässt sich aber erstaunlich einfach zusammenfassen: Du bestimmst, wie dein Klang resoniert, wie gründlich du ihn misshandeln möchtest und was anschließend in welcher Reihenfolge wieder durch die Feedback-Schleife geschickt wird. Ein ausgesprochen spannender Resonator, der genügend ungewöhnliche Ideen und unberechenbares Feedback-Verhalten mitbringt, um auch nach längerer Zeit noch neue Klänge hervorzubringen.
Features:
- Stereo-Comb-Resonator, Mutation-Prozessor und Feedback-Engine
- Neun Comb-Algorithmen von gestimmten Delays über Physical Modelling bis hin zu spektraler Bearbeitung
- Neun Mutation-Algorithmen inklusive Sättigung, digitaler Zerstörung und für Audio adaptierter JPEG-Kompression
- Schrittweiser Algorithmuswechsel und kontinuierliches Morphing
- Ebb- und Flow-Regler zur Formung des Comb-Resonator-Verhaltens
- Rend- und Bind-Regler für Intensität und Charakter der Mutation
- Comb-Pitch über zehn Oktaven
- 1 V/Okt.-Pitch-Tracking
- Alternativer Clock-Modus mit wählbaren Clock-Verhältnissen
- Bipolares positives und negatives Feedback
- Orbit-Regler für Stereo-Cross-Feedback und Phasing
- Matter-Damping von dunkel/Rubber bis hell/Crystal
- Etch-Bearbeitung mit wahlweise DJ-artigem Filter oder 16-Band-Filterbank
- Einstellbare Filterresonanz bzw. Filterbank-Q
- Stereo-Melt-Reverb mit dunklem Ore-Modus und pitch-shiftendem Aer-Modus
- Mutation, Filter und Reverb unabhängig vor, innerhalb oder hinter der Feedback-Schleife platzierbar
- Interne Leech-Modulations-Engine mit chaotischem und organischem Verhalten
- Interner Envelope Follower mit zuweisbarem Modulationsbus
- CV-Ausgang für den Envelope Follower
- Freeze-Buffer mit Live-Scrubbing, Detuning, Drift und Sustain
- Dry/Wet-Mix und Eingangspegelregelung
- Umfangreiche CV-Steuerung plus Gate-Eingang für Freeze
- Daisy Patch SM Processing Core
- 48 kHz / 32-Bit-Floating-Point-Verarbeitung