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| HE | 3 |
| TE | 20 |
| +12V | 25 |
| –12V | 25 |
Enjoy Electronics' ELFO — Vier LFOs mit Multi-Touch-Interface
VoM italienischen Hersteller Enjoy Electronics kommt ein weiteres Gerät mit einem Touch-Interface — dieses Mal geht es darum, den bescheidenen LFO aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten. Das ELFO bietet Touch-basierte Modulationskontrolle für Eurorack auf eine Weise, die wir so noch nicht gesehen haben. Es ist ein Quad-LFO-System, das um einen minimalistischen 4,3″ Multi-Touch Bildschirm herum aufgebaut ist. Hier zeichnest du deine Modulationskurven buchstäblich mit der Hand. Vergiss Annäherungen mit Drehreglern oder komplizierte Utilities mit tiefen Menü-Strukturen — hier skizzierst du mit den Fingern exakt die Form, die du brauchst. Du fügst Punkte hinzu oder entfernst sie mit einfachen Gesten und beobachtest, wie deine Modulation in Echtzeit animiert wird. Es ist ein bisschen wie das direkte Zeichnen von Automationskurven in einer DAW, nur eben in die taktile Welt der Hardware übertragen.
Die vier LFOs können komplett unabhängig voneinander laufen oder in der umfangreichen Routing-Matrix miteinander verknüpft werden. Der Geschwindigkeitsbereich ist riesig: von flotten 10 Hz bis hinunter zu einem einzigen Durchlauf alle 60 Minuten (...das ist ziemlich irre!). Dieses extreme untere Ende eignet sich hervorragend für komplexe, sich entwickelnde Soundscapes, die sich über längere Zeiträume entfalten. In dieser Zeitspanne wäre es eine großartige Modulationsquelle für eine sich ständig verändernde Klanginstallation. Über die minimalistische Darstellung auf dem Bildschirm siehst du genau, wo du dich in jedem Zyklus befindest. Das ist wirklich nützlich, wenn du mehrere langsame Modulationen koordinieren willst. Neben der Form hast du tiefgreifende Kontrolle über Spannungsbereich (von −5V bis +10V), Offset, Richtung und verschiedene Trigger-Verhalten wie One-Shot, Sample & Hold und Ping Pong.
Wie bereits erwähnt, kommt das ELFO auch mit einer internen Modulationsmatrix — und hier wird es richtig interessant. Jeder LFO kann die Geschwindigkeit, Phase oder den Spannungsbereich jedes anderen LFOs modulieren, intern und von externem CV. Das verwandelt einfache, handgezeichnete Formen schnell in komplexe, organische Muster, die sich ständig verändern. Obendrauf gibt es noch eine weitere Ebene rhythmischer Möglichkeiten — zwei unabhängige Gate-Ausgänge reagieren auf das kombinierte Verhalten aller vier LFOs und können Trigger aussenden, basierend auf einstellbaren Schwellwert- und Phaseneinstellungen.
Dann gibt es noch die „Magic Crystal"-Funktion, die Enjoy Electronics in etwas mystischer Sprache beschreibt. Wenn man das Marketing beiseite lässt, ist es im Wesentlichen ein Randomizer, der periodisch die Modulationsrouten nach interner Logik neu zuweist. Du kannst ELFO autonom Routing-Entscheidungen treffen lassen und so Unvorhersehbarkeit in ansonsten stabile Patches einbringen. Es ist ein bisschen so, als hättest du einen Assistenten, der gelegentlich ein paar Patchkabel umsteckt, wenn du gerade nicht hinschaust. Ach ja, und zu guter Letzt — du kannst all diese Einstellungen als Presets speichern, sodass beim nächsten Einschalten nichts verloren geht!
ELFO’s Touchscreen-Ansatz macht die Wellenform-Erstellung unmittelbar und visuell auf eine Art, wie es traditionelle LFOs normalerweise nicht bieten. Das Zeichnen von Modulationskurven mit den Fingern fühlt sich intuitiv an, sobald man es mal gemacht hat.
ELFO präsentiert ein frisches Interface für eine alte Funktion. Wenn du weißt, wie man mit Automationskurven in der DAW umgeht, sollte dir das in Fleisch und Blut übergehen.
Features:
- Vier unabhängige LFOs mit Cross-Modulation Routing
- 4,3″ Multi-Touch Touchscreen Interface
- Touch-basiertes Zeichnen und Bearbeiten eigener Wellenformen
- Hinzufügen, Verschieben oder Entfernen von Wellenform-Punkten per Geste
- Modulationsmatrix mit internem und externem CV-Routing
- Geschwindigkeitsbereich: 10 Hz bis ein Durchlauf pro 60 Minuten
- Spannungsbereich: -5V bis +10V mit Offset-Kontrolle
- Vorwärts- und Rückwärtswiedergabe pro LFO
- Mehrere Trigger-Modi: Play/Pause, One Shot, Reset, Gate, Trigger Step, Sample & Hold, Ping Pong, Random Phase
- Interner und externer Clock-Sync
- Zwei unabhängige Gate-Ausgänge (schwellwert- und phasenbasiert)
- Vier CV-Eingänge und vier CV-Ausgänge
- Vier Trigger-Eingänge
- Ein Clock-Eingang
- Oszilloskop-Wellenform-Ansicht
- Preset-Speicher für eigene Wellenformen und Parameter
- „Magic Crystal"-Funktion für autonome Routing-Randomisierung
- Unipolare und bipolare Modulationsmodi