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Vorbestellung 15. November 2026
Cyma Forma ALT — Ein wunderschöner, ungewöhnlicher Analogsynth für Drones und generative Patches, den du mit Schiebereglern, Pins und Licht spielst
ALT ist ein analoger Synthesizer für Drones, Soundscapes und generative Melodien, dessen Bedienkonzept angenehm direkt ausfällt. Es gibt weder Display noch Shift-Taste, und fast jede Funktion hat ihr eigenes Bedienelement. Die Oberfläche ist in drei Bereiche gegliedert — Voices, Alter und Movement — mit Reihen von Slidern, mechanischen Tasten und LEDs sowie einem Feld winziger Pin-Buchsen unter hochglänzendem, transparentem Plexiglas. Natürlich sieht das Instrument wirklich ziemlich großartig aus, aber das Design ist keineswegs nur fürs Auge da: Alles bleibt sichtbar und zugänglich, und ALT bringt dich eher dazu, nach Gehör zu arbeiten, statt einen Patch auf die vielleicht schon allzu vertraute Weise zu programmieren.
Wie bedient man das Ganze also? Fangen wir mit dem ersten Bereich an: ‘Voices’. Hier sitzen fünf Oszillatoren und eine Rauschquelle. Oszillator 1 ist ein frei laufender Sinus-VCO für Bass, Drones und kontinuierliche Töne. Die Oszillatoren 2 bis 5 sind DCOs mit Sägezahn- oder Dreieckswellenform und besitzen jeweils eigene Slider für Amplitude und Frequenz sowie eine individuelle Position im Stereobild. Jeder dieser vier Oszillatoren kann entweder frei gestimmt werden oder auf die gewählte Skala einrasten. So kann eine Stimme driften, während eine andere sauber quantisiert bleibt. ALT bietet außerdem editierbare Skalen und Detuning. Entscheidend ist aber vor allem, wie direkt sich all das bedienen lässt: Stimmung ist hier keine separate Einstellungsaufgabe, sondern etwas, das du unmittelbar auf der Oberfläche formst.
Der Bereich ‘Alter’ hält es vergleichsweise übersichtlich: Zwei Stereo-Filter liegen in Serie, gefolgt von einem Stereo-Delay. Beide Filter lassen sich zwischen Lowpass- und Highpass-Charakter bewegen und können in Selbstoszillation versetzt werden. Das integrierte Delay kümmert sich um Raum und Feedback.
Als Nächstes kommt ‘Movement’ — und hier spielt ALT seine eigentliche Stärke aus. Zwei LFOs, Random und der Outline Envelope Follower lassen sich über eine 4 × 19 Pin-Matrix mit kleinen 2-mm-Bananenpins auf 19 Ziele routen. Die gesamte Modulationsstruktur bleibt dabei direkt vor dir sichtbar. Außerdem können sich die Modulationsquellen gegenseitig beeinflussen, sodass sich eine ganze Menge Bewegung und gegenseitige Wechselwirkung erzeugen lässt.
ALT's ‘Outline’ folgt wahlweise dem eingebauten Mikrofon, den Triggern der Oszillatoren oder einem externen Audio-/CV-Signal. Externes Audio lässt sich außerdem durch die Filter und das Delay von ALT schicken. Und dann gibt es noch den „Leon“-Modus: Zwei Lichtsensoren ermöglichen eine Theremin-artige Steuerung von Lautstärke und Tonhöhe. MIDI, CV und Clock-Sync machen es gleichzeitig unkompliziert, ALT bei Bedarf in ein konventionelleres Setup einzubinden. Die einzelnen Bausteine sind eigentlich bekannt — Oszillatoren, Filter, LFOs, Random-Modulation — doch ALT ordnet sie so an, dass man automatisch anders mit ihnen arbeitet. Slider bewegen, zuhören, einen Pin setzen, irgendwo etwas verändern und schauen, wohin es führt. Genau bei dieser Art des Entdeckens ist ALT am stärksten. Wie fasst man das alles zusammen? Vielleicht so: Schalt ALT für zehn Minuten ein und schau zwei Stunden später wieder auf die Uhr. Scheint irgendwie häufig so zu laufen …!
Features:
- Analoge Klangerzeugung mit 1 VCO (Sinus), 4 DCOs (Sägezahn oder Dreieck) und weißem Rauschen
- Oszillator 1: frei laufender Sinus, 8 Hz bis 8372 Hz, Grobstimmung über 8 Oktaven und Feinstimmung über 1,5 Oktaven
- Oszillatoren 2 bis 5: Frequenzbereich über zwei Oktaven, individuelles Stereo-Panning, 16 Hz bis 9000 Hz mit Matrix-Modulation
- Scale On/Off pro Oszillator für freie oder quantisierte Tonhöhen
- Fünf mechanische Tasten, jeweils ein Amplituden-Trigger pro Stimme
- Fünfstimmige Polyphonie über Tasten und Slider, vierstimmiges Voice Splitting über MIDI
- 14 editierbare Skalen-Presets
- Feinstimmung von ±50 Cent pro Note, Detune von ±50 Cent pro Oszillator
- Tonic-Modus mit drei Oktaven Umfang und linearer Transposition
- Zwei Stereo-Sallen-Key-Filter in Serie
- Selbstoszillierende Resonanz bei beiden Filtern
- Ripples-Tasten für momentane Cutoff-Modulation
- Stereo-Delay mit Feedback und More-Taste
- 4 × 19 Modulations-Pin-Matrix, 2-mm-Bananenpins im Lieferumfang
- Zwei LFOs mit stufenlosem Morphing von Rechteck zu Dreieck
- Random Sample & Hold mit Slew und Offset
- Outline Envelope Follower mit integriertem Mikrofon und externem Audio-/CV-Eingang
- Arp-Ziel für modulationsgesteuertes Triggern der Oszillatoren 2 bis 5
- Leon-Modus mit zwei Lichtsensoren für Theremin-artige Steuerung
- Externes Audio kann durch Filter und Delay geführt werden
- MIDI über USB-C und 3,5-mm-TRS Typ A
- CV-Eingänge für Tonhöhe und Pegel
- Stereo-Ausgänge plus Kopfhörerausgang
- Hochglänzendes transparentes Plexiglas und pulverbeschichteter Stahl
- 404 × 227 × 57 mm, 3,8 kg