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Animal Factory x Philtersoup Asura — Kompakter sechsstimmiger Hybrid-Polysynth für driftende Wavetables, Schwebungen und den wilden Animal-Factory-Fuzz
Asura ist ein sechsstimmiger Hybrid-Wavetable-Synthesizer, den Animal Factory gemeinsam mit Philtersoup entwickelt hat. Pro Stimme arbeiten zwei digitale Oszillatoren, dazu kommen analoger Fuzz, Modulation, Sequencing und ein kleines druckempfindliches Touch-Keyboard. Animal Factory selbst bezeichnet Asura als „rabid“ Wavetable-Synthesizer – und sobald man die Verzerrung ordentlich aufdreht, ist das durchaus nachvollziehbar. Doch Asura hat auch eine ausgesprochen schöne Seite. Verstimmt man die beiden Oszillatoren leicht gegeneinander, entstehen langsame Schwebungen, durch die gehaltene Töne und Akkorde sanft in Bewegung geraten, während die Oszillatoren immer wieder aus der Phase laufen und sich erneut annähern.
Eine wichtige Rolle spielt dabei der Melt-Regler. Statt einfach nur einen weiteren Modulationseffekt hinzuzufügen, bringt Melt langsam wandernde Instabilität in Tonhöhe und Wavetable-Position und macht gleichzeitig die Envelopes etwas weicher. Dadurch wirkt Asura weniger starr digital, ohne deshalb einen alten analogen Polysynth imitieren zu wollen. Schon etwas Detune und Melt auf einer relativ einfachen Wavetable lassen den Klang wunderbar lebendig werden. Dreht man die Abweichungen weiter auf, beginnen die Oszillatoren stärker zu phasen, zu schweben und sanft auseinanderzudriften. Dazu kommen mehrere Voice-Modi: von normaler sechsstimmiger Polyphonie über drei Stimmen mit jeweils vier Oszillatoren bis hin zu zwölf Oszillatoren im Unison-Modus und einem Chord-Modus, bei dem sich sogar die Umkehrung modulieren lässt. Sehr schön für langsam wandernde Akkorde und Drones …!
Dann wäre da noch die klassischere Animal-Factory-Seite von Asura. Oszillator A kann Oszillator B per FM modulieren, anschließend lässt sich das Signal durch eine digital gesteuerte analoge Fuzz-Schaltung schicken. Zur Verfügung stehen Drive, Gain, ein ungewöhnlicher Notch-to-Low-Pass-Filter, Gated Fuzz und bipolares Feedback. Dreht man Letzteres weit genug auf, erzeugt die Schaltung eigene Obertöne und beginnt schließlich selbst zu oszillieren. Daneben sitzt ein Dual-Head Granular Delay, das vorwärts oder rückwärts laufen kann, die Wiederholungen per Diffusion verschmiert und mit zunehmender Delay-Zeit immer stärker an Fidelity verliert.
Und die Modulation? Zwei Envelopes, zwei morphende LFOs, Keyboard Pressure und zwei externe CV-Eingänge lassen sich direkt verschiedenen Parametern zuweisen. Farbcodierte Bedienelemente zeigen dabei an, was gerade moduliert wird. Als wäre das noch nicht genug, gibt es außerdem einen achtstufigen polyphonen Sequencer mit Parameter Locks und Live-Aufzeichnung von Reglerbewegungen, einen Arpeggiator, 25 interne Presets sowie einen druckgesteuerten Randomizer. Letzterer erzeugt Variationen des aktuellen Sounds, statt einfach jedes Mal komplett neu zu würfeln. Asura kann definitiv ziemlich garstig werden. Wir vermuten allerdings, dass es gerade diese leicht schiefe, schwebende und nie ganz sauber gestimmte Seite ist, die einen immer wieder zu ihm zurückbringt. Ein wunderschön klingender kleiner Synth – spätestens wenn man ihn hört versteht man warum.
Features:
- Sechsstimmiger hybrider polyphoner Wavetable-Synthesizer
- Entwickelt von Animal Factory Amplification gemeinsam mit Philtersoup
- Zwei speziell entwickelte DSP-Wavetable-Oszillatoren pro Stimme
- Unabhängige Wavetable-Position für beide Oszillatoren
- Detune-Regler zum Verbreitern der Stimmen und für Schwebungen zwischen den Oszillatoren
- Melt erzeugt langsame zufällige Bewegungen von Stimmung und Wavetable-Position und macht gleichzeitig die Envelope-Verläufe weicher
- Oszillator A kann Oszillator B per FM modulieren
- Vier Voice-Modi:
- Sechs Stimmen mit zwei Oszillatoren pro Stimme
- Drei Stimmen mit vier Oszillatoren pro Stimme
- Zwölf Oszillatoren im Unison-Modus
- Chord-Modus mit wählbarem Akkordtyp und Umkehrung
- Akkordumkehrungen können moduliert werden
- Digital gesteuerte analoge Fuzz-Schaltung
- Separate Regler für Fuzz Drive und internen Gain
- Rakta Notch-to-Low-Pass-Filter zur Klangformung der Verzerrung
- Soma Gated Fuzz
- Bipolares Ketu Feedback mit steuerbarer Selbstoszillation
- Dry/Fuzz-Mix
- Dual-Head Granular Delay mit Vorwärts- und Rückwärtsbetrieb
- Delay mit Diffusion, Tone, Feedback, Wow/Flutter und Saturation
- Mit längeren Delay-Zeiten nimmt die Fidelity ab
- Zwei Envelopes
- Zwei LFOs mit stufenlos morphenden Wellenformen
- LFO-Sync zu interner Clock, MIDI oder CV Clock
- Zuweisbare Modulation durch Envelopes, LFOs, Keyboard Pressure und zwei CV-Eingänge
- Druckempfindliche Touch-Tastatur
- Achtstufiger polyphoner Sequencer
- Parameter Locks und Live-Aufzeichnung von Reglerbewegungen
- Arpeggiator mit Up-, Down-, Up/Down- und Random-Modus
- Druckgesteuerter Randomizer auf Basis des aktuellen Patches
- 25 interne Presets
- Vollständige MIDI-Steuerung der Parameter
- USB-C MIDI
- TRS MIDI Type A In, Out und Thru
- Clock In/Out
- Gate In/Out
- V/Oct In/Out
- Zwei zuweisbare CV-Eingänge
- Main Audio Out und Kopfhörerausgang
- 12 V DC / 1 A Netzteil