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119,00 €
Netto: 100,00 €
Bestellt
| HE | 3 |
| TE | 4 |
| Tiefe | 3,5 |
| +12V | 60 |
| –12V | 60 |
ADDAC - 200RM Spannungsmonitor für Busbords
Das ADDAC200RM bietet eine einfache und unkomplizierte Möglichkeit, die Spannung deines Systems im Blick zu behalten. Ein analoges Präzisionsvoltmeter (0,1 % Genauigkeit) zeigt den Status beider Rails an – sowohl +12 V als auch -12 V.
EURORACK ±12 V STROMSCHIENEN
Auch wenn wir alle von +12 V und -12 V sprechen, wenn es um Eurorack-Netzteile geht – in der Praxis sieht das selten so aus. Die meisten Systeme arbeiten zwar nah an diesem Idealwert, aber es gibt Situationen, in denen der Spannungsabfall groß genug ist, um die Leistung deines Systems spürbar zu beeinflussen.
STROMBELASTBARKEIT DES NETZTEILS
Ein Netzteil dauerhaft an seiner Belastungsgrenze zu betreiben, bedeutet immer erhöhten Stress für das Gerät. Eine gute Faustregel: Nutze nur etwa 75 % der maximalen Kapazität deines Netzteils. Das verlängert die Lebensdauer erheblich.
SPANNUNGSABFÄLLE BEI NETZTEILEN
Netzteile zeigen einen leichten Spannungsabfall, wenn der Stromverbrauch steigt. Dieser Abfall wird drastisch größer, wenn das Netzteil an seine Grenzen kommt. Auch Wärme spielt hier eine Rolle. Wärme hängt direkt mit dem Stromverbrauch zusammen: Je mehr Strom gezogen wird, desto mehr Wärme entsteht im Netzteil. Diese Wärme reduziert wiederum die maximale Strommenge, die das Netzteil liefern kann.
Während sich der Stromverbrauch relativ schnell stabilisiert (innerhalb weniger Sekunden nach dem Einschalten), braucht der wärmebedingte Spannungsabfall Zeit, um sich bemerkbar zu machen. Die Wärme baut sich nach und nach auf, bis sie sich einpendelt – aber nur, wenn genügend Spielraum vorhanden ist. Ist die Wärmeableitung nicht effektiv genug, setzt sich der Spannungsabfall fort, bis ein Gleichgewichtspunkt erreicht wird. Dieser kann mehrere Volt unter der 12-V-Referenz liegen. An diesem Punkt steht das Netzteil unter erheblichem Stress, und die erzeugte Hitze kann bleibende Schäden hinterlassen.
Wärme beginnt ab einer Umgebungstemperatur von etwa 50 °C einen spürbaren Einfluss zu haben. Bei 70 °C sinkt die maximale Strombelastbarkeit um 50 %. Ein Netzteil mit 2 A Maximalleistung kann bei 70 °C also nur noch maximal 1 A liefern.
Für das Netzteil ist das ein komplexer Balanceakt: Stromverbrauch beeinflusst die Wärme, Wärme beeinflusst die maximale Stromkapazität – und all das zusammen wirkt sich auf den Spannungsabfall aus. Deshalb ist es so wichtig, das Netzteil bei einer sinnvollen Auslastung zu halten.
SCHUTZFUNKTIONEN DES NETZTEILS
Manche Netzteile verfügen über Überspannungs-, Überstrom- und Überhitzungsschutz und schalten ab, sobald die Betriebsbedingungen einen der Schwellenwerte überschreiten.
Typischerweise geht das Netzteil dann in einen sogenannten Hiccup-Modus: Es schaltet sich ein, prüft die aktuellen Bedingungen und schaltet sich sofort wieder ab, wenn sich nichts geändert hat. Das Ergebnis ist ein Zwischenzustand, in dem das Netzteil in regelmäßigen Abständen ein- und ausschaltet.
Sobald die Bedingungen wieder unter die Schutzschwellen fallen, erholt sich das Netzteil automatisch und bleibt eingeschaltet.
STRESS FÜR DAS NETZTEIL
Verschiedene Situationen können Stress verursachen, der das Netzteil beschädigt.
Wenn ein Flachbandkabel mehrfach falsch herum eingesteckt wird oder lange genug falsch verbunden bleibt, kann das Netzteil teilweise beschädigt werden.
Eine andere Situation: Ein Modul zieht aufgrund eines früheren Teilschadens mehr Strom als angegeben. Dieser Mehrverbrauch wird bei der Berechnung des Gesamtstromverbrauchs nicht berücksichtigt.
Stress kann zu dauerhaften Schäden am Netzteil führen. Manchmal sind diese Schäden nur partiell – das Netzteil funktioniert weiterhin, erreicht aber nicht mehr die vom Hersteller angegebenen Spezifikationen, ohne dass ein offensichtliches Fehlverhalten erkennbar wäre. Die LED-Anzeigen auf den Busboards leuchten, aber in Wirklichkeit arbeitet das Netzteil nur noch mit einem unbekannten Bruchteil seiner ursprünglichen Leistung. Solche Situationen sind ohne geeignete Werkzeuge schwer zu diagnostizieren.
AUSWIRKUNGEN DES NETZTEILS AUF MODULE
Manche Module reagieren empfindlicher auf Schwankungen der Versorgungsspannung als andere. Module mit internen Spannungsreglern sind weniger anfällig. Module, die interne +5 V-, ±9 V- oder ±10 V-Regler verwenden, haben mehr Toleranz als solche, die die Netzteilspannung direkt nutzen – was bei den meisten Modulen der Fall ist. Außerdem haben Module mit Verpolungsschutz bereits einen systembedingten Spannungsabfall von 0,3 V bis 0,8 V durch die Schutzschaltung.
Viele digitale Module kommen mit niedrigeren Spannungen zurecht, aber manche sind stärker von der Referenzspannung abhängig und können ungewöhnliches Verhalten zeigen.
Das ADDAC200RM kann helfen, all diese Situationen zu verhindern. Es löst keine Probleme, aber es unterstützt dich bei der täglichen Überwachung deines Systems und dabei, dein Netzteil in gutem Zustand zu halten.