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Bestellt 23. September 2026
Buchlas Ziggy — Standalone-Desktop-Synth im Geiste des analogen Complex Oscillator, mit Low Pass Gate, Cycler-Modulation, Effekten und Presets. Die ganze West-Coast-Eigenwilligkeit, und das ganz ohne Patchkabel!
Ein neues Standalone-Instrument von Buchla ist nicht gerade alltäglich. Ziggy greift eine der zentralen Ideen der Firma auf — den Complex Oscillator — und packt sie in ein kompaktes Instrument: analoge Klangerzeugung, digitale Steuerung, Preset-Speicher und eine Bedienoberfläche, die direkt zum Anfassen einlädt. Kein Kabelsalat, kein Modular-Case nötig. Einfach die Buchla-Philosophie, gefaltet in einen eigenständigen Desktop-Synth.
Im Zentrum stehen zwei analoge Oszillatoren — ein Complex Oscillator und ein Modulation Oscillator. Der Mod Osc läuft entweder langsam für Modulationsaufgaben oder im Audiobereich für AM und FM. Der Complex Oscillator startet bei einer Sinuswelle und bewegt sich von dort in Mischungen aus Spike, Square und Sawtooth, ergänzt um Wavefolding in der Timbre-Sektion für diesen typisch lebendigen Buchla-Charakter. Anschließend landet das Signal im Low Pass Gate von Ziggy — halb Filter, halb Verstärker, und ein wesentlicher Grund dafür, warum Plucks, Pulse und perkussive Klänge auf so einem Instrument so eigen klingen.
Modulation läuft hier sehr direkt ab. Statt mit Patchkabeln zu hantieren, weist du Bewegung zu, indem du Tasten gedrückt hältst, Fader bewegst und mit dem Encoder die Modulationstiefe einstellst. Die Hauptquelle ist der Cycler: irgendwo zwischen Hüllkurve, LFO, getaktetem Shape-Generator und Zufallsmodulator. Er kann Tonhöhe, Klangfarbe und Gate-Verhalten beleben, und der Uncertainty-Regler fügt Geschwindigkeit, Shape, Width und Height eine kontrollierte Portion Zufall hinzu. Dazu kommen ein zusätzlicher XLFO, MIDI-Pressure- und CC-Steuerung sowie CV-Eingänge für Gate, Pitch und Modulation.
Ziggy lässt sich solo spielen, per MIDI oder USB sequenzieren, über 1 V/Oktave CV ansteuern, mit einem Buchla LEM 218 kombinieren oder in ein Eurorack-lastiges Setup einbinden. Skalen, alternative Stimmungen und quantisierte Pitch-Fader helfen dir dabei, musikalisch zu bleiben — falls dir der Sinn danach steht. Die chaotischeren Modulationsoptionen sind aber immer in Griffweite, wenn du eher Richtung Zufall ziehst. Local Suspend ist dabei ein netter Performance-Kniff: Du bewegst mehrere Regler, ohne dass die Änderungen sofort hörbar werden, und lässt sie dann alle gleichzeitig los.
Digitale Effekte runden den Sound ab: Reverb, Delay, Chorus, Pitch Shifting, Flanger und verwandte Varianten, gesteuert über einen simplen Wet/Dry-Regler und ein Size-Makro. Programme lassen sich speichern und wieder abrufen, und eine WebMIDI-Browser-App kümmert sich um Editing, Patch-Archivierung und Firmware-Updates. Es gibt sogar einen externen Audioeingang, sodass externe Signale in den Pfad des Low Pass Gate eingespeist werden können. Erwähnenswert ist außerdem: Ziggy wird per USB-C mit Strom versorgt, eine Powerbank, ein Computer oder ein passendes Netzteil reichen also völlig aus. Damit ist das gute Stück sogar halbwegs portabel — und das ist schon ziemlich schön!
Ziggy fühlt sich an wie ein echtes kleines Buchla-Instrument im besten Sinne — spielbar, eigen, elegant und voller lebendiger Wechselwirkungen. Er liefert perkussive Plucks, eigenartige Strings, animierte Bässe, knackige kleine Sequenzen und schwebende elektronische Klänge, jeweils mit einer sehr klaren Persönlichkeit. Eine wunderbar schräge kleine fliegende Untertasse von der West Coast, randvoll mit allem, was Buchla ausmacht — und wir sind absolut dabei!
Features:
- Standalone-Instrument von Buchla, aufgebaut rund um das Complex-Oscillator-Konzept
- Vollanaloger Complex Oscillator und Modulation Oscillator
- Analoges Low Pass Gate mit Sallen-Key-Filterarchitektur
- Digitale Steuerung der analogen Klangerzeugung
- Über 100 Speicherplätze für Werks- und User-Presets
- Complex Oscillator mit Sinus-Kern, Wavefolding und überblendbaren Spike-, Square- und Sawtooth-Wellenformen
- Modulation Oscillator mit Sawtooth-, Square- und Triangle-Wellenformen
- Modulation Oscillator arbeitet im LFO- oder Audiobereich
- AM- und FM-Modulation des Complex Oscillator
- Audio-Blend-Sektion für Oszillator-, Aux- und Noise-Quellen
- Low Pass Gate arbeitet wahlweise als VCA, Filter oder beides
- Hüllkurvensystem basierend auf Shape, Width und Amount
- Cycler-Modulationsquelle, die Hüllkurve, LFO, getaktete Bewegung und Zufall vereint
- Uncertainty-Funktion für kontrollierten Zufall auf den Cycler-Parametern
- Zusätzlicher XLFO für frei zuweisbare Modulationen
- Gestische Modulationszuweisung über Tasten, Fader und Encoder
- Local-Suspend-Funktion, um mehrere Reglerbewegungen gleichzeitig wirksam werden zu lassen
- MIDI-Sync für den Cycler
- Skalen, alternative Stimmungen und quantisierte Pitch-Fader
- CV-Eingänge für Gate, Modulation/Pressure und 1 V/Oktave Pitch
- MIDI über USB, fünfpoligen DIN und Mini-TRS Type A
- Externer Mono-Audioeingang über 3,5 mm Klinkenbuchse
- Digitale Effekte inklusive Reverb-, Delay-, Chorus-, Pitch-Shift- und Flanger-Varianten
- Stereo-Hauptausgänge auf 6,35 mm Klinke
- 3,5 mm Kopfhörerausgang mit separater Lautstärkeregelung
- Stromversorgung über USB-C
- WebMIDI-Browser-App für Editing, Patch-Archivierung und Firmware-Updates
- Gehäuse aus Eichenholz und Stahl im klassischen Buchla-Stil
- Abmessungen: 30,7 × 19,6 × 7,1 cm (12,1" × 7,7" × 2,8")
- Gewicht: 2,31 kg (5,10 lbs)